© Wilkhahn, Bad Münder

FERTIGUNGSPAVILLONS DER FIRMA WILKHAHN IN BAD MÜNDER

ENTWURF: ATELIER WARMBRONN: FREI OTTO, CHRISTINE OTTO-KANSTINGER, JÜRGEN BRADATSCH, S. GREINER; MIT PLANUNGSGRUPPE GESTERING, 1986
INGENIEURE: WERNER STRATHMANN
TRAGWERKSPLANUNG DER HOLZKONSTRUKTION:
ING.-GEMEINSCHAFT SPEICH + HINKES
AUSFÜHRUNG: 1987-1988

Der Büromöbelhersteller Wilkhahn in Bad Münder bittet Frei Otto Mitte der 1980er Jahre, einen Vorschlag zur Erweiterung seiner Produktionsflächen zu konzipieren. Frei Otto entwirft vier leichte Holzkonstruktionen als Zeltdachpavillons. Sie umfassen kleine überschaubare Produktionseinheiten mit jeweils quadratischen Grundriss von ca. 22 x 22 m. Das Haupttragwerk jedes Pavillons basiert auf zwei Dreigelenk-Pfettenrahmen aus Brettschichtholz, die durch Stege miteinander verbunden sind. An ihnen hängen gebogene Sparren, die auf Pfetten in 3,50 m Höhe aufliegen. Mauerwerk mit Fensterflächen schließt die Außenwände unter den Zeltdächern. Die Dachhaut besteht aus einer gewebeverstärkten PVC-Folie. Die zwischen den Hauptträgern liegenden ebenen Dachflächen sind mit Glas eingedeckt und verleihen den Pavillons ihr charakteristisches Aussehen. Der lichtdurchflutete Raum sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Die mehrfach preisgekrönten Pavillons gelten weltweit als Musterbeispiele für humane Industriearchitektur.